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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein Medizinsystem, das in China seit 3000 Jahren praktiziert und ständig weiterentwickelt wird. Die TCM speist sich aus einer tiefgründigen Philosophie und ist aus einer erfahrungsreichen Tradition heraus gewachsen.

Die TCM wurde primär von zwei vorchristlichen, chinesischen Philosophien geprägt. Im Konfuzianismus finden sich teilweise die Wurzeln der Fünf- Elemente- Lehre (auch: fünf Wandlungsphasen): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Der Taoismus kennt das Prinzip von Yin und Yang: Yin steht für alles Dunkle, Weiche, Ruhige und Yang für das Gegenteil.

Bei der Untersuchung und Diagnose konzentrieren sich die TCM- Fachleute auf vier Kriterien: 1) Inspektion (Zunge, Hautfarbe, Verhalten, Konstitution etc.), 2) Abhorchen & Beriechen (Sprache, Geruch, Atmung, Atem etc.), 3) Patientenbefragung (Vorgeschichte, Familiäre und soziale Situation) und 4) Palpation (Untersuchung durch Betasten: Haut, Puls etc.).

Die TCM basiert sowohl auf einem durchdachten analytischen Fundament, als auch auf der Erfahrung aus langer Beobachtung. Das Buch „Huang Di Nei Jing“ („Der innere Klassiker des gelben Kaisers“; besitzt eine unbekannte Autorschaft und entstand 475-221 v. Chr.), ist der früheste vorhandene medizinische Klassiker in China und besteht aus zwei Teilen: dem „Su Wen“ (einfache Frage) und dem „Ling Shu“ (übernatürlicher Drehpunkt). Ersterer Teil handelt vorwiegend von der medizinischen Grundtheorie, der zweite Teil von der Akupunktur. Das Buch „Shang Han Lun“ („Abhandlung über Fieberhafte Krankheiten, Diskussion über durch Kälte Verursachte Störungen“; wurde von Zhang Ji verfasst und entstand 200 Jahre v. Chr.), gilt als eines der einflussreichen klassischen Medizinbücher in China. In diesem Buch wurde aufgrund der Theorie der Sechs Paare von Meridianen die Diagnose und Behandlung von fieberhaften Krankheiten dargestellt. Das Buch „Zhen Jiu Jia Yi Jing“ (wurde von Huangfu Mi geschrieben und entstand ca. 259), gilt als frühestes, inhaltlich vollständigstes Akupunktur- Moxibustionswerk, das in China noch vorhanden ist.

Die TCM ist als funktionelle und ganzheitliche Medizin zu betrachten, die danach strebt, Körper und Geist des Menschen in seiner inneren Harmonie zu erhalten. Die innere Harmonie besteht aus dem Gleichgewicht von Yin und Yang. Nur wenn Yin und Yang im Körper harmonieren, ist der Mensch gesund. Harmonie und Gleichgewicht hängen vom gleichmässigen Fluss des Qi (Ursprung: vorgeburtlicher Qi: Eltern; nachgeburtlicher Qi: Nahrung/Luft) ab. Qi zirkuliert auf ebenfalls unsichtbaren Meridianen (Energieleitbahnen) im Körper und versorgt alle Organe und Zellen mit Lebenskraft. Qi kann durch emotionale oder physische Belastung verbraucht oder durch klimatische Einflüsse (Wind, Kälte, Sommerhitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Feuer) beeinträchtigt werden. Der tägliche Stress und die schlechte Ernährung ist in heutigen Tagen die hauptsächliche Ursache für einen Mangel an Qi und führt folglich zur Entstehung von Krankheiten. Dieses Ungleichgewicht versuchen die TCM- Fachleute mit Akupunktur, Moxibustion, Schröpfen, Tuina- Massagen, Heilkräutern, chinesische Ernährungslehre und medizinisches QI- Gong mit Erfolg zu harmonisieren.

Eine 5-Jahres-Untersuchung der Universität Freiburg (D) belegt, dass die heilenden Nadeln 85% aller Patienten helfen. Grundsätzlich gilt aber: Die TCM heilt, was gestört ist, nicht jedoch, was zerstört ist. Deshalb ist auch die TCM kein Allheilmittel.

 

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